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Zeitzer Kampfsportler gewinnen die Vereinswertung zur Deutschen Meisterschaft

11.07.2019

Mit 2 mal Gold und 2 mal Silber konnten die Athleten der Zeitzer Kampfsportgemeinschaft die Vereinswertung bei den Deutschen Meisterschaften am letzten Wochenende in Maintal gewinnen. Die Zeitzer galten schon immer als ein Verein unter den TOP 10 in der deutschen Vereinslandschaft. Mit diesem Sieg konnte sich der Verein erstmals in seiner Geschichte auf Platz 1 katapultieren und wesentlich höher favorisierte Teams hinter sich lassen. Mit sieben Athleten stellten die Zeitzer das größte Kontingent der Landesauswahl. Diese bestand aus 9 Athleten insgesamt. In der Wettkampfhalle hatte der Ausrichter mit 3 Mattenflächen eine eher kleine Ausstattung aufgefahren. Die sengende Gluthitze tat der Stimmung an den Tatamis jedoch keinen Abbruch. Bei den Finals schien die Halle förmlich zu kochen. Im Einzelnen:

Trotz seiner hohen Belastung im ersten Kalenderhalbjahr durch die vor 3 Wochen stattfindende EM zeigte sich Jaschar Salmanow in Top Form. Er schlug alle Gegner bis zum Halbfinale ohne erkennbare Schwierigkeiten. Im Halbfinale schien es dann kurzzeitig nach einem Remis auszusehen, bevor Salmanow den Kampf dann noch drehen und für sich entscheiden konnte und ins Finale einzog. Hier wiederum erkämpfte er in seiner konzentrierten und leidenschaftlichen Art einen Sieg mit deutlichem Abstand und sicherte sich so die erste Goldmedaille für die Zeitzer.

Der für Zeitz startende Simon Roiger war an diesem Tag absolut ruhig und konzentriert. In seinen beiden ersten Kämpfen „fegte“ er Philipp Hahner aus Erbach und Marc Möller aus Fuhrpach förmlich mit technischer Überlegenheit von der Matte. Im Finale das am frühen Abend ausgetragen wurde, traf er dann auf seinen Bundeskaderkollegen Rado Mollenhauer aus Kassel. Von Anfang an entwickelte sich ein Kampf auf höchstem Niveau. Simon Roiger siegte am Ende verdient mit 21:18 Punkten und ist nunmehr Deutscher Meister. Jacob Seever vom Schönebecker Ju-Jutsu Verein startete in der selber Gewichtsklasse und konnte nach seiner langen Verletzungspause einen Auftakt nach Maß hinlegen. Er fügte der Medaillenausbeute des Sachsen-Anhalt Teams noch eine Bronzemedaille hinzu.

Nikola Angelovski kämpfte an diesem Tag in der Gewichtsklasse bis 77kg, weil er kein Gewicht machen konnte und die Weltmeisterschaft wieder bis 69kg kämpfen will. Durch die Vorrunde und das Halbfinale kämpfte sich Nicola souverän. Im Finale traf er auf den weiteren Bundeskaderathleten und Deutschen Meister Fridolin Fach aus Bernau. Hier zeigte Nikola Angelovski sein ganzes Können und dominierte den Kampf von Anfang an. Trotz Führung unterlief ihm jedoch ein taktischer Fehler, den er und sein Trainer selbst erst nach Ende des Kampfes durchschauten. Fach hatte trotz Rückstand einen durch Nicola zugelassenen Ippon am Boden geholt und sich so die Goldmedaille mit „Full House“ gesichert. Silber für Angelovski.

Kim Gottwald kämpfte in ihrem ersten U21 Jahr gleich im ersten Kampf gegen die Bundeskaderathletin Luzie Grutke aus Hamburg. Kim bewies im zweiten Kampf bei dem sie auf eine weitere Bundeskaderathletin, Jennifer Günsch aus Wiesbaden Dotzheim traf, dass sie heute Titelambitionen hat. Jennifer Günsch war 2017 Weltmeisterin und damit der nächste erwartet starke Brocken. Trotz Schmerzen im Knie gewann Kim den Kampf am Ende mit 10:8 Punkten und stand im Finale. Im Finale traf Sie dann auf Pauline Gäthke aus Lüneburg. Der Kampf verlief ausgeglichen und einige sehr fragwürdige Kampfrichterentscheidungen führten dazu, dass Kim einige Punkte nicht gegeben wurden. Am Ende verlor Kim Gottwald nach tollem Kampf denkbar knapp mit 19:18 Punkten und sicherte sich damit ebenfalls Silber.

 

Nicht so erfolgreich an diesem Wochenende kämpften Max Strauch, René Botzum, Merhan Ebrahimi, Patrick Sagorsky, der siebter wurde und Timon Kaeppel, der immer noch mit einer Fußverletzung belastet ist.

„Die 5 angekündigten Medaillen für Sachsen Anhalt sind Realität. Das sind erneut nationale Erfolge unseres Spitzenteams im Ju-Jutsu Fighting. Das die Athleten der Hitze standgehalten haben und das Team so wunderbar zusammengehalten hat macht uns schon mächtig stolz.“ (O-Ton des Landes-Trainerteams Steven Theilig, Michael Bloch und Jens Gottwald)

 

Text: Silvio Klawonn

Foto: Akif Salmanow

 

Foto: Medaillenträger und Trainer

 
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